Top 3-Karaokesongs

Karaoke ist eine Sache, die völlig an mir vorbeigezogen ist. Auf dem Land gibt es kein Karaoke. Es gibt Dorffeste, wo man lauthals mitsingt, aber das ist dann eher wie bei den Hamburger Goldkehlchen (wenn auch nicht im Ansatz so großartig) und kein Beitrag eines Einzelnen. Man trifft sich hier einfach nicht, damit man irgendwo ist und abwechselnd singt. Man singt gemeinsam, dann ist das entweder der Gesangsverein, der Männergesangsverein, der Kirchenchor oder – aber das erst seit 1985 – die freie Singgruppe. Allen gemein ist: die müssen die Texte vorher lernen und gesungen wird zusammen – aber das ist selten. Man will keine Unruhe in die Gruppe bringen und das passiert automatisch, wenn es plötzlich einzelsingende Platzhirsche und -hirschinnen gibt, die meinen, sie seien etwas Besseres, nur weil sie mal ganz alleine im Rampenlicht (das ein alter Baustrahler ist) stehen dürfen. Solche Dramen braucht man hier nicht.

Aber selbst in der größten Großstadt wäre ich wohl nur unter Zwang und/oder Einfluss von Alkohol zu einer Karaoke-Veranstaltung gegangen. Ich singe nicht und diese Tatsache widerspricht dem Konzept von Karaoke aufs gegensätzlichste. Und sollte ich mal, unter Zwang und/oder Alkoholeinfluss singen, bin ich mir sicher, dass das niemand hören möchte. Es ist auch ein klarer Bruch mit den Genfer Konventionen und ich bin mir sicher, dass es noch eine Vielzahl an Gesetzen gibt, die besagen, dass es mir, also mir in Person, ausdrücklich mir, ich werde da namentlich genannt, also explizit mir verboten ist zu singen. Privat zu Hause und erst recht und vor allem in der Öffentlichkeit. Eigentlich müsste ich ständig mit einem Mikrofon um den Hals herumlaufen und beim ersten Ton, der auch nur ansatzweise als Gesang interpretiert werden könnte, wird der internationale Gerichtshof, das BKA und die GEMA darüber informiert, das Mikrofon setzt mich mit einem Stromschlag schachmatt und die Hubschrauber machen sich zwecks Abholung auf den Weg.

Würde ich aber, rein theoretisch und nur unter Zwang und/oder Alkoholeinfluss auf die abwegige Idee kommen, einer Karaokeveranstalung beizuwohnen, wären meine Top 3-Songs…. tadaaaaatrommelwirbel:

  1. Howard Carpendale: Ti Amo
    Was für eine Schnulze. Was für ein Text. Was für ein großartiges Akzent. Dafür würde sich Guantanamo Bay fast lohnen.
  2. Styx: Boat on the River
    Das klingt wie eine uralte Melodie, ein uraltes Lied, mit einem uralten Text. Okay, es ist mittlerweile alt, aber es klingt viel älter. Ich liebe Styx, ich liebe Tommy Shaw (der damals da irgendwie zu Styx reingerutscht ist und gleich mal sowas raushaut) und ich kann den Text. Das singe ich, verdammt nochmal! Gebt mir aber vorher noch einen und somit kommen wir zu Nummer 3:
  3. The Champs: Tequila
    Und das auch nur, weil ich diese Karaoke-Version (back zum Thema) so großartig finde:

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