Autor: A. Pepunkt

Exzessives Kratzen muss nicht sein

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Die kleine Katze war kränkelnd, was vorkommen kann. Schon seit Wochen hatte sie eine Stelle, die sie immer mal wieder aufkratzte, die dann abheilte, um dann von neuem aufgekratzt zu werden. Hätte man ewig so weiterlaufen lassen können, gibt ja auch (noch) amtierende Bundestrainer, die sich ganz gerne mal kratzen – auch an Stellen, wo man sich vielleicht Gedanken machen sollte, ob irgendwo Kameras sein könnten (was bei einem Spiel zwischen zwei Nationalmannschaften durchaus der Fall sein könnte) und man den Prozess des Kratzens eventuell noch ein paar Minütchen schieben kann… in die Halbzeitpause oder so, jedenfalls kratzen sich auch (noch) amtierende Bundestrainer, wieso dann nicht auch die kleine Katze. Zumal ihre bekratzte Stelle weit weg von allem war, was man ansatzweise als Weichteil-Zone bezeichnen könnte. Aber egal: die kleine Katze kratzte also, es wurde mal besser, aber dann auch wieder schlechter und am Ende fehlte da auch ein Stück Fell (ich will mir gar nicht vorstellen, wie das bei manchem (noch) amtierenden Bundestrainer in dem Bereich so aussieht…) und somit war klar: die kleine Katze muss zur Tierärztin. Der Termin dort ging (nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund nicht aufzufindender kleiner Katze) schnell und einfach vonstatten: Spritze gegen den Juckreiz plus eine Woche zweimal täglich je eine halbe Antibiotika-Tablette.

Spritze war kein Problem. Selbst frisch geimpft, konnte ich der kleinen Katze da mit Wissen aus erster Hand zur Seite stehen (“Das tut nicht weh, Schätzchen”, “Ehrlich, das tut nicht weh”, “Es tut mir alles so leid, bitte hasse mich nicht. Zumindest nicht noch mehr!”. “Heute Abend fange ich Dir eine Maus, beisse sie Dir in kleine, mundgerechte Stücke und leg sie Dir vor die Kaschmirdecke, auf der Du liegen darfst!”…)

Dann die Frage von der Tierärztin: “Ihr Tabletten zu verabreichen ist kein Problem für Sie, oder?”
Keine Ahnung??? Ich habe das noch nie versucht. Wieso sollte das ein Problem sein? Mögen Katzen das nicht? Oder manche Katzen? Gibt es Katzen mit einem Tabletteneinnahmeproblem? Woher weiß man, wie die eigene Katze diesbezüglich drauf ist? Fragen über Fragen. Die ich alle nicht gestellt habe.

Meine Antwort war: “Neee, kein Problem.”. Gefolgt von einem “Pfffft”.

Die Tabletten würden nach Wurst schmecken, sagte man mir noch zum Abschied. Dann sind die kleine Katze, die sehr sauer auf mich war, und ich wieder nach Hause …wir, eine opulente Rechnung und ein Satz Antibiotika-Tabletten für eine Woche.

Eine Woche später.
Was soll ich sagen: ich bin der geborene Tablettenankatzenverabreicher! Nichts war je einfacher. Die Tablette kommt in ein kleines Stück sehr übel riechender Katzenkaustick, die kleine Katze steht vor mir und bettelt förmlich nach dem Zeug und innerhalb von Sekunden ist das Medikament verabreicht. Fertig. Diese Aktion passierte einmal am Morgen und einmal am Abend. Es gab an keinem der Tage auch nur den Hauch eines Problems. Katze gesund, da freut sich der Mensch.

Nun denke ich die ganze Zeit: vielleicht ist das meine geheime Superkraft? Meine Berufung. Das, weshalb Gott(?), das Schicksal(?), die Herrscher der Finsternis(?) oder wer auch immer mich auf diese Erde(?) geschickt hat. Der tiefe Sinn in allem. Der Ursprung des Eiters in diesem Pickel namens Leben? Und: möchte diese wie auch immer geartete höhere Kraft, dass ich diese mir innewohnende Fähigkeit nutze? Na aber ganz bestimmt und unbedingt! … sonst wäre das ja pure Verschwendung!

Nur: wie nutzt man diese Fähigkeit am besten? Naheliegend wäre natürlich “Tablettenverabreicher für Haustiere”. Es gäbe da sicher einen Markt, aber ehrlich: durch die Pampa ziehen um den Mops von Elfriede Jablonski in Castrop-Rauxel seine Abführtablette zu verabreichen? Da kann Darwin auch mal ein Wörtchen mitreden, den Mops über den Jordan schicken und überhaupt können die höheren Mächte das nicht gewollt haben.

Vielleicht größer denken? Die Tätigkeitsfelder ausweiten? Der Humanbereich wäre eine Möglichkeit: Kinder, die ihre Medis nicht schlucken wollen zum Beispiel? Einfach den Fiebersaft in eine coolen Energie-Drink-Dose und der mir eigenen Kraft direkt ins in Spidermanmotiv-bezogener Krankenbettwäsche liegende und glühende Kind geschüttet – Problem gelöst. Teure Scheidung? Das muss nicht sein: einfach dem ungeliebten Partner über einen längeren Zeitraum eine gewisse Dosis eines nicht nachzuweisenden Gifts unterjubeln? Geht das? Na klar, geht das; das kann man machen, bzw. nicht man: ich!
Oder die ganz speziellen Fälle: Sie möchten Drogen in Ballons in Katzenmägen über die Grenze schmuggeln, aber die Katze weigert sich, diese Ballons zu schlucken? Na wenn das nicht meine Kernkompetenz ist…

Es gibt also erste Ideen, wie ich diese Fähigkeit nutzen kann. Teilweise vielleicht noch etwas unausgegoren, aber ich bleibe dran.

Und für alle (noch) amtierenden Bundestrainer: Exzessives Kratzen muss nicht sein! Es gibt Hilfe. Fragen Sie die kleine Katze. Und falls Sie Probleme mit der Medikamenteneinnahme haben… das kriegen wir schon hin. Melden Sie sich.

Lieber Angela nackt als weiter diese Inkompetenz!

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Die Impfungen laufen hierzulande nicht unbedingt ideal. Da ist keine heiße Nadel im Spiel, mit der auch nur ansatzweise irgendetwas hier gestrickt sein könnte. Dilettantismus galore. Da gibt es also viel Verbesserungspotenzial und um das endlich mal gescheit zu koordinieren, hat man eine „Taskforce“ ins Leben gerufen. Grundsätzlich eine ganz gute Idee, wäre da nicht die Besetzung derselben. Neben Jens Spahn, der eine immer unglücklichere Figur als Gesundheitsminister abgibt, holt man nun mit Andreas Scheuer einen Mann ins Boot, der schon fürs Nachschlagen des Wortes „Kompetenz“ einen hochbezahlten Beraterstab bräuchte – und selbst dann würde er unter „C“ schauen.

Dass er von vielem, wenn nicht dem meisten wenig bis gar keine Ahnung hat, wurde von ihm schon mehrfach in beeindruckender Form bewiesen und so lässt sich die Frage, wer für diese Taskforce denn besser geeignet wäre als Andi Scheuer ganz einfach beantworten: so ziemlich jeder. Wieso darf also Mr. Mautdebakel wieder mal ran?

Ich hege ja den Verdacht, dass er etwas gegen Merkel in der Hand hat und sie erpresst. Ansonsten fiele mir kein Grund ein, wieso Scheuer immer noch Minister bzw. überhaupt in irgendeiner Art und Weise in der Politik tätig ist. Nun haben wir ja mit Corona eine weltweite Pandemie, die es zu bekämpfen gilt und da spielt die Impfung eine wichtige Rolle. Um die aktuellen Probleme beim Impfen in den Griff zu bekommen, bedarf es unter anderem auch einer funktionierenden Logistik und einer Taskforce, die sich um dieses Funktionieren kümmert. Man könnte sagen, es wäre durchaus angebracht, wenn die Taskforce etwas mit brächte, was Scheuer völlig abgeht: Kompetenz (seine Berater blättern weiter aufgeregt im „C“-Kapitel hin und her).

Deshalb: scheiß drauf. Los, Scheuer – veröffentliche die Nacktbilder von Angela Merkel, die Du ja offensichtlich in Deiner Schublade zu haben scheinst. Das wird sicher nicht schön, aber da müssen wir durch. Lieber mal kurz eine nackte Bundeskanzlerin anstatt weiterhin diese Unfähigkeit in Sachen Impfung. Und wenn wir hoffentlich irgendwann in ruhigerem Fahrwasser sind, kümmern wir uns dann darum, wie Herr Scheuer überhaupt an die Fotos gekommen ist.
Wenn die Bilder dann auf Twitter, Instagram und bei onlyfans gepostet sind, hat es sich mit Erpressen und wir können Leute ans Steuer lassen, die Ahnung von der Materie haben.

Klingt doch nach einem Plan, oder?

Wir beobachten das mal

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Seit heute morgen habe ich einen dezenten Schmerz im linken Oberkörper, fast wie ein Muskelkater, was aber nicht sein kann. Nicht, weil da keine Muskeln wären, da sind sehr viele, nur: die langweilen sich eher und deshalb ist die Chance, dass sie in irgendeiner Form verkatert sind, eher gering. Würde den anderen Muskeln, Bändern und Organen ja wohl auffallen, wenn die im linken oberen Körperbereich plötzlich Party feiern. Hey, für wen ist denn der Wodka? Ein Muskel von links oben: der kommt zu uns! Da würden die anderen doch aber mal nachfragen und schauen, was Sache ist. Gerade in der heutigen Zeit. Party bei den Leuten links oben? Nach 20 Uhr? Ha, da rufen wir aber mal die Körperpolizei. Und die meldet keine Einsätze in den letzten Tagen (nur ein kurzer Ausflug der Blase, aber das war nach 5 Uhr, also im erlaubten Zeitrahmen).
Insofern: keine Ahnung, wieso es da schmerzt und ziept und zickt. Vielleicht ein Herzinfarkt. Oh je, hoffentlich war der dann nicht zwischen 20 Uhr und 5 Uhr. Wobei… wäre ja zuhause gewesen und da alle Organe innerhalb eines Körpers zu einem Haushalt zählen, wäre auch das okay gewesen. Ich hätte sogar noch eine Fremdleber dabei haben können. Wichtig für Leute wie Hanibal Lector. Mein Körper nebst Organen war aber alleine, der Herzinfarkt (sofern gewesen) also rechtlich vollkommen in Ordnung und überhaupt läuft hier alles korrekt. Außer dieses komische “Feeling” in der linken Körperhälfte, aber das beobachte ich halt einfach mal in der nächsten Zeit. Das Beobachten von Rechts wäre zwar noch wichtiger, aber jetzt schaue ich erstmal ganz egoistisch nach mir.

Ferninjektion für Impfunwillige

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Herdenimmunität trotz querdenkenden Impfgegnern und anderen Verwirrten? Um dies zu gewährleisten, wurde eine Gruppe Indigener aus Papa-Neuguinea eingeflogen, um interessierten Ärzten in die Handhabung eines Blasrohrs einzuweisen.

“Durch die sogenannte “Ferninjektion” sind wir in der Lage, auch impfunwilligen Personen den Impfstoff zuzuführen, um somit für deren, aber natürlich auch den Schutz der Gemeinschaft zu sorgen”, so der verantwortliche Projektleiter Prof. Dr. D. (Name der Redaktion bekannt).

Der Impfstoff befindet sich in der Spitze eines kleinen Pfeils, der mittels kräftigem Atemstoß durch das Blasrohr in den Körper des zu Impfenden katapultiert wird. Der ausführende Arzt am Blasrohr wurde natürlich im Vorfeld auf eine COVID-19-Erkrankung getestet, um eine Tröpfchenübertragung mittels des Impf-Pfeils auszuschließen.

“Eine große Herausforderung war die Anbringung eines winzigen Metallplättchens an der Pfeilspitze”, berichtet Prof. Dr. D.
Dieses elektronisch anmutende Teil, wurde von einem der Sponsoren dieses Projekts geliefert und liefert laut deren Aussage wichtige Informationen zur jeweiligen Mutation und der globalen Verbreitung des COVID-19-Virus. Der Name des Sponsors wurde nicht genannt, dafür aber ein weiterer Finanzier des Projekts: für die Bereitstellung der Blasrohre zeichnet sich die Gates Foundation verantwortlich, wofür sich Prof. Dr. D. nochmals ausdrücklich bedankte.

Die erste Versuchsreihe sollte am vergangen Samstag stattfinden, aber die Querdenkerdemo in Leipzig wurde kurzfristig von der Stadt Leipzig verboten. Man hofft nun auf Open Air Weihnachtsmessen, um die erlernten Techniken in der Praxis zu erproben.

Was ist hinter Türchen 7?

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So! Und für alle, die denken, Ihr Leben wäre Mist, weil Maske, Grundrechte am Arsch und so… gestern war der 7. Dezember! Der 7.!!! Kann sich jeder schon jetzt rot im Kalender eintragen: Böser 7. Dezember! Ich wiederhole nochmal: der 7.!!! (Ich habs da zugegebenermaßen einfach: das Kind hat an dem Tag Geburtstag, aber das wird nun für alle Zeiten zweitrangig sein, denn…) Alles ist gerade nicht so toll und überhaupt. Ich kann nicht atmen, Kinder sterben unter der Maske, die Bustoilette ist schon wieder voll (Schiff nicht soviel, Schiffmann -> Running Gag im Luxus Liner), aber gestern war der 7. Dezember. 2020. Ein Montag wohlgemerkt, aber das tut nichts zur Sache. Jedenfalls habe ich gestern voller Vorfreude das Türchen vom Adventskalender geöffnet und was kam zum Vorschein? NICHTS!!! Entweder es war noch nie etwas hinter Türchen 7 oder der Inhalt ist verrutscht und kommt später zum Vorschein. Vielleicht schon morgen, vielleicht am 17., vielleicht erst, wenn ich diesen Kalender nach dem 24. in seine Einzelteile zerlegt habe. Es ist wie bei einem spannenden Film, wo der Protagonist noch soundsoviel Stunden Zeit hat, um eine Bombe zu finden, die eine ganze Stadt, einen Kontinent oder die ganze Erde zerstören wird, nur dass ich keinerlei Eile, sondern noch 16 Tage Zeit habe, was dem ganzen die Spannung nimmt, weshalb es wahrscheinlich niemals verfilmt wird. Und ich hoffe, dass hinter dem Türchen keine Bombe war. „Nur 48 Stunden“ klingt halt nach mehr Action (und ist es auch) als „Noch 16 Tage, später wäre auch nicht schlimm“. Letzteres wäre selbst mit einem Bömbchen hinter Tür 7 ein blöder Filmtitel.

Überlege, ob ich nicht bei den Querdenkern mit einem Plakat mitlaufe: „Was ist hinter Türchen 7??? Raus mit der Wahrheit oder alternativ der Schokolade!“ Die sind ja offen, was Meinungen betrifft. Dummerweise ist es bei denen mit Lösungen nicht weit her, das wird dann wohl nichts mit Türchen 7 und was auch immer dahinter war.

Es bleibt spannend. Nur noch 16 Tage! Plusminus.

Zwei Nikoläuse

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Am Wochenende standen zwei kleine Schoko-Nikoläuse vor der Tür und ich habe noch immer keine Ahnung, von wem die sind. Zu Anfang hielt ich das für eine nette Geste, einfach so den Leuten eine Freude machen, aber gestern stand in der Zeitung ein Artikel über vergiftete Köder, die jemand am Waldrand ausgelegt hat, weil diese Person – so nimmt man an – Hunde hasst. Was, wenn es nun auch Leute gibt, die Menschen hassen, Nahrungsmittel manipulieren und den gehassten Menschen zuschanzen, auf dass diese sich den vergifteten Kram einverleiben?

Ich habe die Nikoläuse untersucht: an der Verpackung sieht man nichts, aber das hat nichts zu heißen. Zum einen ist die eh immer etwas zerknittert; wenn da jemand dran rumgemacht und dann wieder in die Ursprungsform geknittert hat, sieht man das nicht unbedingt. Außerdem kann der Menschenhasser ja auch eine Spritze verwendet haben, um das Gift in die Schokolade zu bringen. Metallsplitter oder Nägel sind nicht drin, das habe ich mittels Schütteln und einem Magnet überprüft (und clever wäre das auch nicht: so schokosüchtig bin ich nicht, dass ich mir das Teil einfach so am Stück einverleiben würde wie ein Hund ein Würstchen), aber beim Gift weiß ich halt nicht.

Zum Glück waren es zwei Nikoläuse. Den einen habe ich heute morgen dem Nachbarskind gegeben. Jetzt warte ich mal noch ein, zwei Tage, was sich da tut. So lange halte ich noch aus, weil wie schon geschrieben: so schokosüchtig bin nun auch nicht.
Zum Glück lagen keine Würstchen vor der Tür. Da wäre es mir schwerer gefallen, mich zurückzuhalten – wobei… ganz so arg ist es nicht mehr mit der Gier, nachdem ich mal auf ein Metallstück bei einer Wurst gebissen habe, die ich am Waldrand gefunden hatte.

Mr. Vegan gibt Vollgas

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Welcher katholische Pfarrer kennt das nicht: da ist man von Amts wegen zum Zölibat verpflichtet, aber trotzdem existiert da auf seltsame Art und Weise ein Playboy-Abo oder ein Wandkalender mit nackten Feuerwehrmännern hängt im kargen Schlafgemach (oder vielleicht auch beides). Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Myhrre-Brocken.

Auch in meiner Bibliothek finden sich Werke, die auf zweifelhaftem Weg, aber dann eben doch zu mir gelangten. Oft sind das Bücher mit fragwürdigen Versprechen, wo einem eigentlich eh klar ist, dass da etwas nicht stimmen kann: „Multimillionär in vier Wochen für Dummys“, „Der Parship-Guide – so klappt es auch in 10 Minuten“, „Erziehung 4.0 – das Jugendamt muss nicht alles wissen“ – oder auch diverse Ernährungsratgeber. Wer mich kennt, weiß speziell bei letzterem… das waren Fehlkäufe (Okay, Multimillionär, Parship, Erziehung sind auch nicht gerade meine Paradedisziplinen, aber es gibt halt noch kein „So schaust Du Netflix wie ein Profi“-Buch. Notiz an mich: Marktlücke!). Die Quintessenz, die ich aus all diesen Ratgebern gezogen habe – und für mich in eine einfache, prägnante und umsetzbare Formel gegossen habe – ist: Ernähre Dich. Daran halte ich mich übrigens konsequent. Vielleicht waren diese Ratgeber also doch nicht so unnütz.

Einer dieser Ratgeber fiel mir letztens in die Hände: eine Eat Smarter-Ausgabe vom Januar 2015. Dass sie vom Januar ist, hätte einem schon beim Cover auffallen können, denn es geht um Abnehmen. Die Vorweihnachtszeit mit Keksen, Glühwein und Weihnachtsmarkt-Bratwurst plus die Weihnachtsfeiertagsvöllereien sind gerade so überstanden, die Plautze spannt aber weiterhin und Fitness-Center wird zwar bezahlt, aber so cool ist es dort dann doch nicht, deshalb: ab jetzt gescheit ernähren und siehe da, es gibt eine passende Eat Smarter-Heft dazu, was für ein Zufall, Glück gehabt, kaufe ich doch gleich. Hab ich dann ja auch. Im Sommer gibt es die „Endlich Bikini-Figur“-Edition, so gegen November die „Weihnachtsplätzchen ohne Reue“-Ausgabe. Und im Januar eben ganz lapidar und allumfassend: Abnehmen!

Das Gute: man ist nicht alleine. Die Creme de la Creme der Koch-Elite hält einem das dicke Händchen und man schwingt gemeinsam die Kochlöffel.

Oha, was sehen meine müden Augen denn da? Diesen jungen Mann kennt man doch – es ist tatsächlich kein Geringerer als Attila Hildmann! Mr. Vegan himself und was tat Mr. Vegan 2015? Er gab Vollgas!

Tja, das tut er auch heute noch, allerdings haben sich seine Pläne massiv geändert. 2015 wohnte er noch in einer Penthouse-Wohnung in Berlin.

So im Nachhinein wird man schon ein bisschen nervös, wenn man ihn so sieht. Mit Messer. Und diesem Blick. Und dem Mikrochip-Entferner rechts im Bild (oder was ist das?).

…aber eins war damals schon wie heute: er hörte Stimmen. Damals war es der Ruf Hollywoods, heute Xavier Naidoo und der Geist von Hitler. Hollywood fand ich persönlich angenehmer – da nervte Hildmann zwar auch schon manchmal, aber es war einfacher zu ignorieren. Zwischen Tofu und totalem Krieg ist eben doch ein eklatanter Unterschied – da gibt es keine zwei Seitan (Nein, kein Vertipper).

Bei Hildmann ist es wie bei Naidoo: die haben wir verloren. Und hier irrte sich auch die Eat Smarter im Jahre 2015 nicht: die Überholspur gehört ihm auf jeden Fall; nur führt sie nicht nach Hollywood, sondern – was auch für ihn das Beste wäre – in eine psychiatrische Klinik …oder ins Tonstudio mit Xavier Naidoo, was auch keine schöne Vorstellung ist.

Und eine weitere Frage steht im Raum: wer von denen hier ist als nächstes dran mit Austicken?

Verkauft Schuhbeck schon Ingwershots gegen Corona? Wobei… das hätte weniger mit Glaube oder Verschwörung zu tun, sondern mit finanziellen Interessen. Nicht, dass ich ihm da etwas unterstellen würde (hüstel… Nudelwasser-Gewürzsalz… hüstel). Verteufelt Rach die Impfstoffe wegen dem muffigen Beigeschmack? Sah man Rosin schon Foodtrucks beraten bei den „Hygiene“-Demos? Hm.

Und Haarausfall hatte der arme Kerl auch noch

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Vorhin die aktuelle Folge von „Fear the walking dead“ gesehen. Da wollten sie einen jungen Mann mit einem entzündeten Blinddarm notoperieren. Kleine Spoiler: klappte nicht so wirklich, was aber weniger am Blinddarm, denn am Zombie-Werden des Patienten lag. Ich hatte da mehr Glück. Mein Blinddarm kam zwar während einer Pandemie, aber ohne Zombie-Apokalypse raus. Somit war ich zwar isoliert, aber hatte weder vor, noch während oder gar nach der OP einen gesteigerten Heißhunger auf Menschenfleisch. Hätte es die ersten zwei Tage auch gar nicht gegeben, denn da ist man auf Schonkost. Da bringt einem der Privatpatienten-Status übrigens gar nichts: pürierte Nahrung schmeckt auch in der medizinischen First Class seltsam und Einzelzimmer war dank Corona-Verdacht (aka Fieber aufgrund der Entzündung) eh auf dem Programm. Ob die bei der OP vergoldete Skalpelle und speziell angereicherten Sauerstoff verwendet haben, weiß ich nicht. Ich habe da geschlafen. Das allerdings sehr gut. Wahrscheinlich kriegt man eine besondere Narkose. Vielleicht wird da etwas medizinisch reines Heroin beigemischt, das nicht abhängig aber zufrieden macht. Oder so. Keine Ahnung.

Vorsicht Spoiler: bei „Fear the walking dead“ wurde dem Patienten wegen des Zombie-Seins ein spitzes Stück Metall in den Schädel gerammt. Somit war er tot, auch als Zombie, das Gehirn war selbst für einen Zombie nicht mehr zu gebrauchen und der Blinddarm war weiterhin entzündet und im Körper, aber letztlich das kleinste Problem in der ohnehin nicht sehr zufriedenstellenden Gesamtsituation.

Und Haarausfall hatte der arme Kerl auch noch. Wenn es blöd läuft, dann aber richtig.

Wenn Milchglas nicht wirklich milchglasig ist

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Die Nachbarn von Gegenüber haben zwei Badezimmer, beide Richtung Straße. Wenn das Licht im Bad brennt, erkennt man die Silhouetten der Personen, die gerade im Bad sind. Und man würde sehen, was diese Personen da gerade tun. Deshalb der Hinweis an meine lieben Nachbarn: man sieht Euch da! So milchglasig ist das Milchglas nicht; man erkennt da schon, wer wer ist und man kann auch mehr als erahnen, was ihr da macht!

Deshalb die Bitte: könnt ihr mir kurz eine WhatsApp oder eine SMS schicken, wenn es losgeht? Dieses ununterbrochene Streamen meiner Cam verbraucht viel zu viel ungenutzte Bandbreite und das Sichten des Videomaterials ist auch eher langweilig, wenn man die meiste Zeit einfach nur ein Badfenster sieht. Also einfach kurz Bescheid geben. Danke.

PS: Was war denn Freitag Nacht los? Habt ihr es nochmal kurz vor dem Lockdown krachen lassen? Uiuiui. Die Kommentare auf www.imbadmitdennachbarnonline.com waren auch eindeutig: viel besser als die müden Aktionen der letzten Wochen. Glückwunsch auch von mir an dieser Stelle. Und Respekt fürs trotzdem recht frühe Gassi-Gehen am Samstag. Echte FrühaufSTEHER, was? Zwinker, zwinker.

Mein Bad geht übrigens auch zur Straße raus, hat aber Dachfenster. Schallisoliert. Aus Gründen, aber wem sage ich das. Naja, den Nachbarn, weil: wenn das Milchglas nicht so recht milchglasig ist, haut das auch mit der Schalldämmung nicht wirklich hin und als verwöhnter Dolby-Surround-Full-HD-Erotikfilmeseher ist man einfach anderes gewohnt. Außerdem kann man da zurückspulen, wenn man was verpasst hat, aber da ist ein anderes Thema.

Worauf ich hinauswollte: wieso baut man Bäder nicht einfach nach hinten, also weg von der Straße? Gibt es da Absprachen zwischen Architekten und Sanitärfirmen? Wer definiert die Milchigkeit von Milchglas? Wie glaubwürdig ist es, dass Flüssigseife im Flüssigseifenbehälter herunterfällt und sich somit eine typische „Oh, Dir ist da Seife runtergefallen“-Szene entwickelt (ich frage für gewisse Nachbarn. Da gab es einige negative Kommentare!)?

Ach so: und eine Nachricht wäre toll, liebe Nachbarn.

Wie grausam die Natur doch manchmal ist

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Man liest doch immer wieder mal von Tieren, die ihre eigenen Jungen totgebissen haben. Furchtbar, schlimm, dramatisch. Unvorstellbar…

Was man nie erfährt: hatten diese Tiere vorher vielleicht schon mal Nachwuchs. Nachwuchs, der eventuell gerade so halbwegs der Pubertät entwachsen ist und plötzlich sind da schon wieder Junge. Die irgendwann diesen Status der Pubertät erreichen und die Eltern erinnern sich an die frisch überstandene Zeit der Pubertät des vorherigen Wurfs und…

Naja, jedenfalls liest man darüber nie etwas.

Natur. Manchmal ist sie so grausam und niemand kann sich erklären wieso.